Förderung vergeben: Pilotprojekt „ProKind CNO“ gestartet

Forschung stärken – Zukunft gestalten

Die Kinderrheuma Stiftung Sabine Löw vergibt ihre diesjährige Projektbeihilfe von 50.000 Euro an ein zukunftsweisendes Forschungsvorhaben.

Aus den eingereichten Anträgen wählte das Expertengremium das zukunftsweisende Projekt „ProKind CNO – Aufbau einer prospektiven Patientenkohorte zur Verbesserung zielgerichteter Behandlungsstrategien bei Kindern mit chronisch nicht-bakterieller Osteomyelitis“ aus.

Über das geförderte Projekt: ProKind CNO

Die chronisch nicht-bakterielle Osteomyelitis (CNO) ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung der Knochen bei Kindern und Jugendlichen. Sie führt zu schmerzhaften Knochenentzündungen, deren Verlauf sehr unterschiedlich sein kann – von einzelnen Schüben bis hin zu schweren Formen mit drohenden Wirbelkörperbrüchen und bleibenden Schäden.

Da bislang verlässliche wissenschaftliche Erkenntnisse darüber fehlen, welche Therapie für welches Kind optimal ist und wie lange sie dauern sollte, unterscheiden sich die Behandlungsansätze zwischen einzelnen Zentren teils erheblich. Hier setzt das Projekt ProKind CNO an.

Die Kernziele der Studie

  • Einheitliche Versorgung: Erarbeitung und Überprüfung standardisierter Behandlungsstrategien in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

  • Zielgerichtete Therapie („Treat-to-Target“): Festlegung individueller Behandlungsziele gemeinsam mit den Familien (z. B. Beschwerdefreiheit und Abklingen der Entzündung) sowie regelmäßige Überprüfung mittels MRT und Anpassung der Therapie.

  • Langzeitbeobachtung: Wissenschaftliche Begleitung von 250 Kindern und Jugendlichen über mindestens zwei Jahre, um Therapieverläufe, Krankheitsaktivität, Vermeidung von Schäden und die Lebensqualität fundiert zu analysieren.

  • Begleitforschung: Ergänzende Untersuchungen zur MRT-Diagnostik und zur Erforschung biologischer Krankheitsmerkmale (Biobank).

Unsere gemeinsame Vision

Mit der Förderung von ProKind CNO möchten wir dazu beitragen, bestehende Behandlungsleitlinien weiterzuentwickeln und eine flächendeckend erstklassige, individuell angepasste Versorgung zu ermöglichen – damit jedes betroffene Kind unabhängig vom Behandlungsort die bestmögliche Therapie erhält.

Wir gratulieren dem Projektteam herzlich und freuen uns darauf, die Fortschritte und Erkenntnisse dieses wichtigen Vorhabens zu begleiten!

Weitere Informationen zu den Förderprojekten und Arbeitsschwerpunkten finden Sie auf unserer Projektseite.